Biodiversität retten, um die Menschheit zu retten? In Europa sind innerhalb von 30 Jahren 80 Porzent der Insekten verschwunden. Angesichts dieses sich beschleunigenden Artensterbens richtet Marc-André Selosse, Botaniker und Professor am Nationalmuseum für Naturgeschichte, einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: "Die Artenvielfalt muss ein Schutzschild für die Menschheit sein, nicht ihr Leichentuch." Seiner Ansicht nach kostet Untätigkeit die Staaten jährlich 479 Milliarden Dollar, während geeignete Maßnahmen nur ein Zehntel dieser Summe erfordern würden. Vor diesem Hintergrund legt er seine Analyse in seinem Buch "De la biodiversité comme un humanisme" (Die Biodiversität als Humanismus, Verlag Éditions du Seuil) dar. Ölkrise: Eine Chance, schnell auf Elektromobilität umzusteigen? Laut einer Ende März vom Institut Montaigne durchgeführten Umfrage geben 92 Prozent der Franzosen an, über den Anstieg der Energiepreise besorgt zu sein. Der Krieg im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus haben zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise geführt. Angesichts dieser Entwicklung berief Sébastien Lecornu am 1. April seine Minister ein, um einen Plan zur Elektrifizierung der Wirtschaft vorzustellen und die Abhängigkeit von importierten Kohlenwasserstoffen zu verringern. Er forderte insbesondere den Wirtschaftsminister auf, "in den kommenden Wochen ein Leasingangebot für Elektrofahrzeuge für bestimmte Berufsgruppen einzurichten", deren Vertreter beruflich stark auf das Auto angewiesen sind. Die Regierung hat sich verpflichtet, diese Maßnahmen durch die zusätzlichen Steuereinnahmen aus den gestiegenen Kraftstoffpreisen zu finanzieren. Außerdem: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zerstörte ein spektakulärer Brand in der Haute-Savoie einen Teil des Casinos von Évian-les-Bains, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Xavier Mauduit erzählt seine Geschichte. Marie Bonnisseau berichtet über den Hype, den Rihanna ausgelöst hat, als sie letzte Woche in den Vogesen gesichtet wurde.