(1): Der ehemalige israelische Botschafter in Frankreich zeichnet ein bittersüßes Porträt des jüdischen Staates Vor dem Hintergrund der Konflikte im Nahen Osten erscheint das Werk "Dictionnaire amoureux d'Israël" (Israel - mein persönliches Lexikon, Plon) des Historikers und ehemaligen israelischen Botschafters in Frankreich (2000-2002) Élie Barnavi. Als Intellektueller des linken Spektrums und Kritiker der Politik von Benjamin Netanjahu plädiert er darin für eine Zwei-Staaten-Lösung. In seinem Buch zeichnet er Porträts bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten, die die Geschichte Israels geprägt haben. (2): Umweltzonen, PFAS, Cadmium: Warum ist es so schwierig, Umweltverschmutzung zu bekämpfen? In Frankreich lassen sich Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Gesundheit nur schwer durchsetzen, insbesondere im Bereich der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung. So wurden die Umweltzonen (ZFE), die den Zugang der umweltschädlichsten Fahrzeuge zu den Innenstädten einschränken sollen, von der Nationalversammlung wieder abgeschafft. Die Einführung der PFAS-Abgabe für Industrieunternehmen, die diese "ewigen Schadstoffe" ins Wasser einleiten, wurde hingegen um sechs Monate verschoben. Für Umweltschützerinnen und Umweltschützer zeigt dies, dass die Regierung wirtschaftlichen Interessen Vorrang vor der Gesundheit der Bevölkerung einräumt. Mitte Mai wurde ein Gesetzentwurf zur Begrenzung der Cadmiumbelastung auf die Tagesordnung gesetzt. Cadmium ist ein krebserregendes Schwermetall, das in Lebensmitteln vorkommt. Der Gesetzentwurf wurde jedoch ans Ende der Tagesordnung verschoben und dürfte daher vorerst nicht behandelt werden. Außerdem: Nachdem die Kulturlotterie "Loto du patrimoine" dem ehemaligen Kulturhaus von Bourges 500.000 Euro zugewiesen hat, erzählt Xavier Mauduit dessen Geschichte - eine Premiere in Frankreich. Marie Bonnisseau berichtet über die Verurteilung eines chinesischen Staatsangehörigen zu einem Jahr Haft, nachdem er versucht hatte, mehr als 2.000 Ameisenköniginnen illegal aus Kenia auszuführen.