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Terra Mater

Natur + Reisen, Natur + Umwelt • 16.04.2026 • 13:00 - 14:00
Im Gegensatz zu den meisten anderen Wasservögeln besitzt der Kormoran kein wasserabweisendes Gefieder – ganz im Gegenteil: ihre Federn nehmen Wasser auf, wodurch die Luft aus dem Gefieder befördert wird. Damit sind die Vögel nicht nur schwerer – sie müssen bei der Jagd nach Fischen auch nicht gegen einen zu starken Auftrieb ankämpfen und können daher schneller und tiefer tauchen. Die Kehrseite der Medaille: nach der Jagd müssen Kormorane ihr Gefieder erst einmal wieder trocknen – darum die typische Haltung mit aufgespannten Flügeln.
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Der Dornteufel gehört zu den Agamen und ist in Australien heimisch. Sein Name kommt nicht von ungefähr: sein gesamter Körper ist von dornartigen Stacheln aus Keratin bedeckt, was ihm sein markantes Aussehen verleiht. Der Dornteufel ernährt sich ausschließlich von Ameisen. Seine bizarr anmutende Außenhülle nimmt dank ihrer speziellen Mikrostruktur jegliches Wasser auf, das im trockenen australischen Outback verfügbar ist: Tau, Nebel oder auch den seltenen Regen. Durch Kapillarwirkung wandert dieses Wasser über den gesamten Körper direkt zum Maul des Dornteufels.
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Dass Stacheln ein hilfreiches Mittel gegen Feinde sind, hat auch der Kugelfisch erkannt. Bei Gefahr pumpt er sich rasch auf, in dem er Wasser schluckt und mit Hilfe einer kräftigen Muskulatur in eine sackartige Erweiterung seines Magens presst. Starke Ringmuskeln am Eingang des Magens hindern das Wasser am Zurückfließen. Die Stacheln, die normalerweise unauffällig flach am Körper anliegen, richten sich durch das Aufpumpen auf - und bilden so eine wirksame Abwehr.
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Igel sind wohl die bekanntesten Vertreter stacheliger Tiere. Wie sein Name schon nahelegt, bewohnt der Wüstenigel trockene Regionen. Seine Stacheln sind im Grunde nichts anderes als umgeformte, besonders stabile Haare. Die Stacheln sind hohl und biegsam – ausgewachsene Igel besitzen mehrere tausend dieser ebenso spitzen wie wirksamen Verteidigungswaffen. Bei Gefahr rollen sich Igel zu einer Stachelkugel zusammen, der Fressfeinde nur schwer beikommen.
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Originaltitel
Terra Mater
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2019
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
So unterschiedlich die Lebewesen auf unserem Planeten auch aussehen, sie alle haben etwas gemeinsam: sie besitzen eine äußere Hülle - die physische Begrenzung ihres Körpers. Im Laufe der Evolution haben sich Tiere über Jahrmillionen hinweg den wechselnden Umweltbedingungen und Lebensräumen der Erde angepasst, um zu überleben. Ob Fell oder Federn, Schuppen oder Stacheln, Panzer oder Haut - alle diese Außenhüllen sind extrem unterschiedlich und haben verschiedene Funktionen: sie schützen vor Wind, Wetter und anderen Umwelteinflüssen - und vor Fressfeinden. Ein attraktives Äußeres hilft zudem, Partner für die Paarung zu finden und so die Fortpflanzung und damit den Fortbestand der Art zu sichern. Die Reise durch die Welt der "tierischen Hüllen" ist bunt, unterhaltsam und abwechslungsreich - sie präsentiert die unglaubliche Vielfalt der irdischen Fauna und die Vielschichtigkeit der Natur unseres Planeten, die uns Menschen immer noch und immer wieder von Neuem staunen lässt.