Der Tod eines psychisch kranken Häftlings in der Justizanstalt Hirtenberg hat die Aufmerksamkeit auf die alarmierenden Zustände im österreichischen Strafvollzug gelenkt. Überbelegte Haftanstalten, chronischer Personalmangel und umstrittene Haftentscheidungen stellen die Stabilität und Sicherheit des Systems zunehmend infrage. Als Reaktion darauf hat SPÖ-Justizministerin Anna Sporrer heute eine "Expert:innenkommission Strafvollzug" präsentiert. Doch ist dieser Schritt mehr als ein politisches Signal - und reicht er aus, um die tiefgreifenden strukturellen Probleme zu lösen? Wie dramatisch ist die Lage in Österreichs Gefängnissen tatsächlich? Wer trägt die Verantwortung für die aktuellen Missstände? Und können Reformansätze wie kürzere Haftstrafen oder der verstärkte Einsatz der elektronischen Fußfessel den Strafvollzug nachhaltig entlasten - oder geht das zulasten der öffentlichen Sicherheit?